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Hätte, hätte, Fahrradkette – Spreiti out im Grossfeldcup

Die Kleinfeld-Truppe aus Spreitenbach scheitert denkbar knapp am UHC Mutschellen. Hätte man am Anfang nicht geschlafen, stünde Spreiti jetzt wohl im 1/64-Final des Grossfeldcups. Doch wie sagt man so schön: Hätte, hätte, Fahrradkette.

«Nach dem ersten Drittel hatte ich Angst, dass wir eine Packung bekommen», so Grossfeld-Interimscoach Oli Brunner nach dem Spiel. In der Tat: Nach 20 Minuten musste jedem Spreiti-Fan angst und bange sein um das Team. Denn der STV Spreitenbach, sonst auf dem Kleinfeld zu Hause, hatte gleich beim ersten Einsatz auf dem Grossfeld das erste Gegentor kassiert und war im gesamten Startdrittel unkonzentriert und fehleranfällig. Zur Pause führte der Gegner aus der 3. Liga GF mit 5:1 (Luca Ardüser war nach einer schönen Kombination und einem Rebound immerhin der Ehrentreffer gelungen). Mutschellen war eigentlich nur durch Weitschüsse und Abpraller erfolgreich, erzwang diese aber mit aggressivem Pressing, gegen das die Truppe von Coach Brunner anfangs kein Mittel fand. Spreiti war nervös, nein quatsch – Spreiti war schlicht am Schlafen.

Nach einer gehörigen Standpauke des Coaches kam Spreiti wie verwandelt aus der Kabine. Sowohl Zuschauer wie wohl auch der Gegner dachten wahrscheinlich, da stünde ein anderes Team auf dem Platz. Plötzlich gelang es, sich aus Pressing-Situationen zu befreien, den Ball laufen zu lassen und die auf dem Grossfeld und bei läuferischer Überlegenheit (welche die Kleinfeld-Truppe erstaunlicherweise hatte) so wichtige Tiefe zu gewinnen. So kam Spreiti im Minutentakt zu Chancen. Vor allem das Duo Ardüser/Hürlimann war brandgefährlich und nach 40 Minuten hatten die Limmattaler das Skore auf 4:6 verkürzt. Spreiti war im Spiel angekommen.

Im Schlussdrittel nahm Mutschellen (sichtlich ausgepowert) ganz bewusst Tempo aus dem Spiel und Spreiti kühlte ebenfalls etwas ab. Nach einem wunderbaren Weitschuss, der das 4:7 bedeutete, warf das Heimteam aber nochmals alles nach vorne. Zwei Tore gelangen dann auch noch und beide waren wunderbar herausgespielt. Doch am Ende war die Hypothek aus dem Startdrittel zu gross, es reichte nicht mehr um auszugleichen. So steht Mutschellen, etwas glücklich, in der nächsten Runde – oder wie man so schön sagt: «Mit einem blauen Auge davongekommen.» 😉 Spreiti kann sich ab dem 2. Drittel nichts vorwerfen, man war das spielbestimmende Team. Aber wer den Start derart verschläft, muss sich nicht wundern, dass er bereits wieder aus dem Cup ausgeschieden ist. «Hätten wir doch bloss den Start nicht verpennt», war nach dem Spiel unisono zu hören. Doch auch hier, wie sagt man so schön: «Hätte, hätte, Fahrradkette.»

So gilt einmal mehr: Fokus auf die Kleinfeldsaison.