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Heute starten wir für einmal nicht mit dem «0815-Spielbericht», sondern mit unserer neuen Rubrik «Dario’s Gastro-Blog». Ab sofort wird Christian «Dario» Wyss, gefürchtet für seine Donnerschüsse aber auch seine Heisshunger-Attacken, die Turnhallen bzw. Cafeterien der Unihockey-Schweiz testen und bewerten! In jedem Spielbericht wird er sein Urteil zum kulinarischen Angebot des Veranstalters abgeben. Food-Blogger und Hot-Dog-Liebhaber abonniert euch diesen Blog!

«Dario’s Gastro-Blog», Teil 1

Urteil: «Die Bündner sind 1. Liga nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Cafeteria»

In Flims gab es bis zum jetzigen Moment das beste und das grösste kulinarische Angebot. Ein besonderer Gaumenschmaus waren das frisch grillierte Schnitzelbrot und der ebenfalls frische und saftige Burger.

Ich gebe 4 von 5 Sternen!
Eure Sektion Gastrofreunde

Mannschaft holt 1 Punkt

Dann noch kurz zum Sportlichen: Spreiti verpennt den Start gegen Wild Goose und liegt nach zehn Minuten 0:5 hinten… Doch dann zeigt das Team – angeführt von Vorkämpfer und Captain Renato Nüesch sowie Neo-Topskorer (He’s back!) Michael Hürlimann – eine Wahnsinns-Reaktion! Vom 0:5 zum 6:5 in knapp 12 Minuten! W-e-l-t-k-l-a-s-s-e! Dass das Team zu so einer Reaktion fähig ist, sagt viel über den Spirit aus. Gansingen aber gibt ebenfalls nicht klein bei und das Spiel endet am Schluss leistungsgerecht 7:7 unentschieden. Die beiden Teams gehen damit weiter im Gleichschritt. Und Spreiti hat gegen den letztjährigen Playoffhalbfinalisten 3 von 4 möglichen Punkten geholt.

Im zweiten Spiel führt Spreiti gegen das Topteam aus Lengnau zur Pause mit 3:2 – doch das Resultat ist etwas trügerisch. Ohne den schlicht überragenden Reto Zeindler im Tor würde Spreiti zur Pause nicht führen. Defensiv schleichen sich immer wieder Fehler ein. In der zweiten Halbzeit werden diese dann bestraft und am Ende siegt Lengnau verdient mit 7:4. Doch Spreiti gibt nie auf und kämpft sich nach 3:6 kurzzeitig nochmals heran. Das Team lebt und ist bereit für den Kampf gegen die ungeliebten Playoutplätze! Gegen die Teams, die in der Tabelle hinter Spreiti oder gleichauf liegen (Gansingen, Unterkulm, Merenschwand und Regensdorf) hat man in der Hinrunde (und Rückrunde bislang auch) kein Spiel verloren.

Bereits am 17. Dezember geht’s weiter. Mal schauen, was Dario vom kulinarischen Angebot in Oberbüren hält!

Was Klaus Zaugg kann, können wir schon lange: Wir lassen mal die Gerüchteküche brodeln! Kommt tatsächlich der Königstransfer von Innebandy Chicago zurück an die Wigartestrasse?

 

Ach, wie herrlich! Dieses Theater im Blätterwald um die Personalie Denis Hollenstein! Geht er zum ZSC? Geht er nicht? Klar geht er, sagt Klaus Zaugg doch schon lange! (Siehe Watson)

Doch wir sind hier ja beim Unihockey, nicht beim Eishockey – und auch hier gibt’s Interessantes zu berichten: An der Wigartestrasse wird seit längerem gemunkelt, der langjährige Spreitenbacher Abwehrchef Daniel Weber könnte zum Kleinfeld-Erstligisten zurückkehren. Gerüchterweise soll Herren-1-Materialchef und Goalietrainer Marco Biasca im «Bauer Sport» gesichtet worden sein und der soll da nicht etwa einen neuen Stock gekauft haben – nein! Der hat dort – so sagt man sich – offenbar ein Trikot mit der Nummer 8 bestellt. Kehrt Weber tatsächlich zurück? Offiziell bestätigen will das natürlich niemand. Der Deal ist aber längst in trockenen Tüchern. Erst im letzten Winter wurde Webers Abgang nach Chicago verkündet und der Spieler in der US-Grossstadt mit Pauken und Trompeten begrüsst (hier die Meldung von damals). Innebandy-Teammanager Jakub Zajac war ein richtiggehender Transfercoup gelungen und Spreiti verlor einen seiner erfahrensten Spieler.

 

Apropos Erfahrung. Sollte Weber tatsächlich zurückkehren, wäre das in puncto Erfahrung definitiv eine Bereicherung für Spreiti. Denn nicht nur Weber, sondern auch die Teamältesten Kolb und Marti beendeten ja ihre Karrieren. Das Team erfuhr also eine ziemliche Verjüngung. Geschadet hat’s bislang nicht wirklich – klar, es gab zwei böse Schlappen gegen Cazis und Bäretswil, die mit etwas mehr Erfahrung im Team eventuell nicht ganz so deutlich verloren gegangen wären. Doch ansonsten hat die junge Mannschaft bislang fleissig gepunktet und orientiert sich am Tabellen-Mittelfeld.

 

Kein Wunder also, dass Coach Grubenmann in der aktuellen Situation die Stimmung im Team nicht verschlechtern will. Am Wochenende trifft Spreiti auf das punktgleiche Gansingen. Ein eminent wichtiges Spiel. Unruhe in der Kabine wäre das letzte, dass die Spreitenbacher gebrauchen könnten. Und dennoch: Die Gerüchte nehmen nicht ab – Weber zurück an die Wigartestrasse? Tatsächlich?

Doch Weber ist ja der letzte, der Spreiti verlieren sehen will. Er ist stets mit den Ex-Mitspielern in Kontakt geblieben und verfolgte die KF-Meisterschaft auch von Übersee. Die alte Liebe war so stark, dass er schon bald mit Coach Grubenmann zu «flirten» begann. Dieser brauchte ihm die Rückkehr (so hört man) gar nicht allzu schmackhaft zu machen. Es war eher Weber, der darum bat, zurückkehren zu dürfen. Grubenmann begann zu grübeln. Einerseits winkte ihm hier ein erfahrener Spieler mit Top-Defensivqualitäten. Andererseits ist der Kader mit aktuell 13 Feldspielern ohnehin schon ziemlich breit.

 

Schlechte Fitness

 

Mit Weber würde der Konkurrenzkampf weiter angekurbelt. Doch eigentlich muss sich keiner der aktuellen Kaderspieler wirklich Sorgen machen. Der Chronist war nämlich rein zufällig in einem öffentlichen Training zugegen, als Weber bei Spreiti mittrainierte, da er geschäftlich in der Schweiz weilte (Jakub Zajac, der schlaue Fuchs, wollte natürlich nicht, dass sein Top-Defender eine Woche nicht trainiert und fädelte die Trainingsbeteiligung bei Webers Ex-Klub ein). Doch was der Chronist da zu sehen bekam, war alles andere als beeindruckend: Auf Fitness wird in den Staaten offenbar nicht so viel Acht gelegt – das Spielsystem von Innebandy ist natürlich traditionell eher auf Weitschüsse und Standunihockey ausgelegt, dort tummeln sich ja etliche tschechische Altstars, die zwar technisch top sind, läuferisch aber definitiv zum alten Eisen gehören. Da hat sich Weber wohl angepasst. So scheint es, als müsse Grubenmann seinen Rückkehrer (an Webers Rückkehr gibt es keine Zweifel, wieso sonst sollte sein Trikot bereits bestellt worden und ihm bereits eine Wohnung organisiert worden sein?) zuerst einmal ins Ausdauertraining schicken. Doch nur schon als Stimmungsmacher könnte Weber für die Rückrunde ein Gewinn sein für die Mannschaft.

 

Doch zurück zu Jakub Zajac. Der will natürlich ebenfalls keine Unruhe im Team, zumal Innebandy in der laufenden Meisterschaft alles andere als optimal gestartet ist. Wenn ihm nun sein Verstärkungsspieler aus dem Unihockeyland Schweiz abspringt, kommt Zajac in Erklärungsnot. Deshalb macht er von einer Vertragsklausel Gebrauch, die Innebandy von EHC-Kloten-Präsident Hansueli Lehmann empfohlen wurde: Der Transfer des Schlüsselspielers wird erst Ende Hinrunde offiziell verkündet werden. Zajac hat damit noch etwas Zeit, um irgendwo auf dem Globus einen alten Tschechen zu finden, der Weber adäquat ersetzen kann.

 

Dies alles interessiert an der Wigartestrasse freilich keine Sau. Hier erzählt man sich bereits von Webers vergangenen Wundertaten (unvergessen sein Slapstick-Tor mit dem Ellenbogen beispielsweise) und fragt sich, ob Kondi-Trainer Cedu Heer den alten Mann rechtzeitig zur Rückrunde wieder fit kriegt. Alles natürlich rein hypothetisch – schliesslich ist der Transfer noch nicht offiziell bestätigt. Doch Grubenmann hat bereits verlauten lassen, dass für einen wie Weber immer ein Plätzchen im Team frei sei. Der Coach hat den Zuzug also eigentlich bereits bestätigt, ohne ihn offiziell bestätigt zu haben. Und für die Chronisten ist es sowieso spannender, wenn sie Gerüchte verbreiten können.

 

Welch Überraschung das sein wird, wenn dann zur Rückrunde tatsächlich die 8 wieder in die Kleinfeld-Stadien der (Ost-)schweiz einläuft. Den Gegnern wird natürlich nicht gleich Angst und Bange werden, so brillant war Weber nun auch wieder nicht. Aber grundsolides Unihockey-Handwerk kann man von ihm – sollte er seine Fitness verbessern können – durchaus erwarten. Und grundsolides Unihockey-Handwerk bringt Spreiti diese Saison ans Ziel: Ins Tabellenmittelfeld nämlich. Nicht mehr und nicht weniger will der Klub erreichen.

 

Jakub Zajac wird’s nicht gerne sehen, dass dies künftig mit einem Spieler mehr angestrebt wird. Marco Grubenmann hingegen hat eine Option mehr auf dem Matchblatt.

 

Der Spieler selber übrigens äussert sich wie folgt: «Ich habe Vertrag in Chicago und wir sprechen an Weihnachten. Mir gefällt es hier und ich will meinen Vertrag erfüllen. Ich habe immer gesagt, dass Innebandy mein erster Anlaufpartner ist, aber auch nie einen Hehl daraus gemacht, nochmal für Spreiti spielen zu wollen.» Mehr lässt er sich nicht entlocken. Doch auch Weber hat damit einen möglichen Abgang nicht abgestritten. Er wird zurückkehren!

 

Fortsetzung folgt.

Das Damen 2 holt dank zwei späten Ausgleichtreffern zwei Unentschieden und bleibt in der Spitzengruppe dabei.

Es war eine sehr wichtige Runde für die Spitzenteams der Gruppe: Leader Richterswil traf auf die Verfolgerinnen aus Limmattal und Spreitenbach, Limmattal auf Tabellennachbar Birrhard und Spreitenbach noch auf Verfolger Sursee. Die Tabellenspitze hätte komplett auf den Kopf gestellt werden können. Doch die Spreitenbacherinnen schauten nur auf sich selbst.

Erneut musste Spreiti am frühen Sonntagmorgen zum Ernstkampf antreten. Und irgendwie liegt das den jungen Spreitenbacherinnen nicht so sehr. Den Start ins erste Spiel gegen Sursee verschliefen sie komplett und konnten froh sein, nur 0:2 im Rückstand zu sein. Kurz vor dem Pausentee gelang dann das moralisch wichtige 1:2. Die Moral sollte an diesem Sonntag sowieso noch zum grossen Thema werden. Doch dazu später mehr. Auch den Start in Halbzeit 2 verschlief man – eigentlich unerklärlich… So rannte Spreiti das ganze Spiel einem 2-Tore-Rückstand hinterher. Mehrmals beklagte man Pech mit Pfostenschüssen. Mehrmals aber war man auch zu überhastet. Doch Spreiti gab niemals auf. Und dafür wurden die Mädels letztendlich belohnt. In den Schlussminuten gelangen – ohne Torhüter – der Anschluss- und dann auch der verdiente Ausgleichstreffer. Riesenjubel bei den Spreitenbacherinnen, obwohl man hier eigentlich einen Sieg budgetiert hatte. Aber immerhin: Es blieb nach sieben Spielen bei nur einer Niederlage.

Im zweiten Spiel traf Spreiti auf Greenlight Richterswil, bis dato verlustpunktloser Leader. Allen war klar, dass hier Punkte nur über den Kampf und über diszipliniertes Defensivverhalten möglich waren. Weil man gegen Sursee den Start jeweils verschlafen hatte, stellten die Coaches die Blockreihenfolge um und erhofften sich den Bullygewinn, um sogleich in Ballbesitz zu kommen. Dies gelang auch und Spreiti zog sein Spiel auf. Schon bald wurden sie mit dem 1:0 belohnt. Doch Richterswil wurde immer stärker. Spreiti verteidigte allerdings bärenstark und konnte sich im Notfall auf eine glänzend aufgelegte Céline Bütler im Tor verlassen. Doch kurz vor der Pause war es dann soweit: Mit einer Frau mehr gelang den Leaderinnen der Ausgleich.

Nach der Pause das gleiche Bild: Greenlight drückte, Spreiti verteidigte verbissen und setzte vereinzelt Nadelstiche nach vorne. Richterswil zeigte sich aber zwingender als in Halbzeit 1 und stellte auf 3:1. Doch wie gesagt: Die Moral sollte noch zum Thema werden. Denn Spreiti dachte nicht daran, das Spiel abzuhacken und weigerte sich, dieses Spiel zu verlieren. Mit einem wunderbaren Schuss gelang Corinne Bauer das 2:3, welches dem Team nochmals Energie verlieh. Und tatsächlich: Wenige Sekunden vor Schluss gelang der Ausgleich (wie schon im ersten Spiel!). Der Ball kam zu Selina Egli, die einfach mal draufhaute und irgendwie landete das Spielgerät im Tor. Riesenjubel bei Spreitenbach! Als erstes Team konnte man Richterswil Punkte abknöpfen und diese waren dank der Top-Defensivleistung auch verdient. Kämpferherzen – made in Spreitenbach!

Somit bleibt das Damen 2 in der Spitzengruppe dabei und kämpft weiter um den Gruppensieg.

In der vierten Meisterschaftsrunde verpasst es Spreiti, die Konkurrenten hinter sich weiter zu distanzieren. Im Duell mit Cupsieger Cevi Gossau aber zeigen die Aargauer eines ihrer besten Spiele in der höchsten Liga bislang und schrammen nur knapp an einem Punktgewinn vorbei.

 

Zuerst die Pflicht, dann die Kür. So das Tagesprogramm an diesem verregneten Sonntag in Aarburg für das Herren 1. Im ersten Spiel traf man nämlich auf Ramba Zamba Merenschwand, welches vor der Runde drei Punkte hinter Spreiti auf einem Playout-Platz rangiert war. Im zweiten Spiel dann auf Cupsieger Gossau, wo man nur gewinnen konnte – für den Gegner wäre alles andere als ein Sieg eine herbe Enttäuschung gewesen.

 

STV Spreitenbach vs R.Z. Merenschwand 2:2

 

Doch zuerst zum Kräftemessen mit Merenschwand, welches vor dem Spiel Erinnerungen an deren Aufstiegssaison aufwärmte, um sich zu motivieren (Spreiti war damals wegen einem Törchen – in der letzten Minute des letzten Spiels – nicht aufgestiegen, dafür eben Merenschwand. Spreiti folgte ein Jahr später). Die Provokation blieb in Spreitenbach natürlich nicht unbemerkt und einige Spieler, die damals schon dabei waren, waren gleich doppelt motiviert. Viel wichtiger aber war, die Merenschwander auf Distanz zu halten oder gar weiter zu distanzieren. Den besseren Start ins Spiel erwischten jedoch die Merenschwander. Im Abschluss blieben sie allerdings harmlos. Nach einigen Minuten erwachten auch die Spreitenbacher und erhöhten das Tempo. Bei je einer 2-Min.-Strafe probierte es Spreiti mit drei gegen zwei (also ohne Torhüter) und hatte dabei einige hochkarätige Möglichkeiten, welche aber allesamt ungenutzt blieben. Noch schlimmer: Nach einem halbherzigen Schussversuch kam Merenschwand in Ballbesitz und brauchte nur noch ins leere Tor zu verwerten. Spreiti liess sich von diesem Dämpfer aber nicht beirren und drückte weiter. Belohnt schliesslich durch einen Penalty, den Geissmann eiskalt versenkte.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Merenschwand, aggressiver forezuchecken. Spreiti hatte anfangs etwas Mühe damit, konnte dann aber immer öfter gefährliche Konter fahren – ohne jedoch zu reüssieren. Ein selten gesehener, obwohl doch eigentlich extrem gefährlicher, weil unberechenbarer Backhand-Drehschuss brachte Spreiti dann 2:1 in Front. Merenschwand wurde zusehends nervös und agierte fortan noch aggressiver (hier hätte man auch durchaus mal eine Strafe aussprechen dürfen). Nach einem abgefangenen Querpass gestand Spreiti Merenschwand dann doch mal einen Konter zu (was man von Anfang an um jeden Preis vermeiden wollte, sich der Konterstärke des Gegners bewusst). Und tatsächlich: Dies reichte dann auch schon, um das Spiel wieder auszugleichen. Spreiti aber lässt sich mittlerweile nicht mehr so einfach aus dem Tritt bringen und pushte weiter. Etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende wurde dann (endlich) eine Strafe gegen Merenschwand ausgesprochen. Spreiti durfte also in Überzahl spielen – die perfekte Gelegenheit, um das Spiel zu entscheiden. Leider aber konnte das Powerplay nicht ausgenutzt werden. 14 Sekunden vor Schluss dann allerdings nochmals Freistoss für Spreitenbach: Coach Grubenmann beorderte den Torhüter auf die Bank und versuchte, mit vier Feldspielern noch den Sieg erzwingen. Doch der Ball gelangte durch einen Fehlpass zu einem Merenschwander und nur dank letztem (und absolut regelwidrigem) Einsatz konnte der Gegentreffer verhindert werden (es hätte Penalty geben müssen). So aber blieb es beim 2:2-Unentschieden. Letztendlich ein Punkt, der Spreitenbach mehr nützt als Merenschwand.

 

STV Spreitenbach vs UHCevi Gossau 4:6

 

Ins zweite Spiel gegen den amtierenden Cupsieger Gossau schickte Coach Grubenmann seine Truppe mit einem klaren Plan: Vier Blöcke wurden eingesetzt und in jedem Einsatz sollten sich die Spieler einfach verdammtnochmal die Lunge aus dem Körper rennen! Gossau war wohl etwas überrascht ob dem Tempo und der Leidenschaft der Aargauer. Doch sie nahmen den Kampf an. Und so entwickelte sich ein hochkarätiges Kleinfeld-Unihockeyspiel mit einem Top-Schiri und zwei Mannschaften, die kämpften und die vor allem spielten (nicht zerstörten) – Danke an alle Beteiligten! Das war ein richtig geiles Unihockeyspiel!

 

Gossau ging immer in Führung, Spreiti reagierte jeweils postwendend. Es gab Kombinationen, es gab Zweikämpfe, es gab Überraschungsmanöver (Goalie durch einen vierten Feldspieler ersetzen) auf beiden Seiten. Die Teams schenkten sich nichts. 1:0, 1:1, 2:1. Pause. Dann kurz nach Wiederanpfiff das vielumjubelte

2:2. 3:2. 3:3. 4:3. 5:3. 5:4 (Slapshot-Freistosstor durch Cedric Heer, grossartig bejubelt von seiner Derendinger Fangemeinde auf den Rängen). Dann 6:4. Und dann war fertig. Spreiti versuchte es noch mit vier Feldspielern und kam auch noch zu Chancen. Doch es wollte nicht sein. Gossau gewann 6:4. Am Ende lässt sich sagen: Spreiti hielt hervorragend dagegen, gegen einen Gegner, der schon seit etlichen Jahren an der nationalen Kleinfeld-Spitze mitspielt – und der auch nicht mit Junioren oder Ersatzspielern angetreten war. Es war eines der besten Spiele der Spreitenbacher seit dem Aufstieg in die 1. Liga KF. Darauf lässt sich aufbauen.

 

Und so kommt’s, dass man in Spreitenbach am Ende des Tages zufrieden und doch unzufrieden war. Zufrieden über zwei starke Leistungen, zufrieden über den Riesenfight gegen den Cupsieger, zufrieden darüber, dass man Merenschwand (und auch Regensdorf) auf Distanz halten konnte. Unzufrieden aber über den verpassten Sieg gegen Merenschwand und die verpasste Chance, mal gegen einen Grossen (Gossau) zu punkten. Und unzufrieden auch – und vor allem – über die (erneut!) ungenügende Chancenauswertung. Daran gilt es endlich zu arbeiten!

 

Am 3. Dezember geht’s weiter. Spreiti trifft dann auf White Horse Lengnau und zum Rückrundenauftakt auf Gansingen (das durch drei Punkte zu Spreiti aufgeschlossen hat) – ein Spiel, das es zu gewinnen gilt, wenn man sich nach oben und nicht nach unten orientieren will. Mit dem neuen Selbstverständnis dieser Truppe und der Leidenschaft aus dem Gossau-Spiel ist dies ein allemal realistisches Szenario! VAMOS!

HIER geht’s zum Post-Game-Interview mit «Topskorer auf Zeit», Roman Geissmann.

Unser Damen 2 mit einem kreativen Beitrag zur Mobiliar-Teamfotochallenge 😊