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Spreitenbach gelingt mit drei Punkten ein akzeptabler Saisonstart. Vor allem der Sieg gegen Playoffhalbfinalist Gansingen kann als Ausrufezeichen gewertet werden.

Ohne Captain Renato Nüesch musste Spreiti zum Saisonauftakt in Kaisten gleich morgens um 9 Uhr gegen den Playoffhalbfinalisten Gansingen ran. Eine Herkulesaufgabe – dachte wohl manch neutraler Zuschauer vor dem Spiel. Doch die Mannschaft selber, die hatte sich viel vorgenommen. Irgendwie lag da schon vor dem Spiel etwas in der Luft.

STV Spreitenbach vs Wild Goose Wil-Gansingen 4:1 (2:0)

Und was Spreiti dann in der ersten Hälfte zeigte, war schlicht sackstark – gut, was der Gegner aus Gansingen zeigte, war auch nicht gerade Playoff-Halbfinal-würdig, das werden sie in Gangsingen wohl selber auch so sehen. Spreiti spielte defensiv absolut souverän, liess nullkommagarnichts anbrennen, der Legende nach soll Goalie Reto Zeindler sogar noch Zeit für einen Kaffee gehabt haben. Und vorne konnte durch gutes Kreuzen und einem souverän abgeschlossenen Konter eine 2:0-Führung herausgespielt werden – was eigentlich zu knapp war. Spreiti war besser. Gansingen versuchte, das Spiel einzuschläfern und den Kantonsrivalen so aus dem Spiel zu nehmen. Doch die Spreitenbacher blieben konzentriert, jeder Spieler glaubte zu jeder Sekunde an den Sieg. In der zweiten Halbzeit wurde Gansingen stärker und verkürzte im Powerplay auf 1:2. Kurz zuvor hatte Goalie Reto Zeindler einen Ausflug hinters Tor gewagt und war mit einem der «Gänse» kollidiert – Brummschädel. Backup Heymann musste rein und wurde gleich kalt erwischt. Doch danach zeigte auch er eine tadellose Leistung und der Sieg für Spreiti geriet nie wirklich mehr in Gefahr. Im Gegenteil: Durch erstklassige Konter konnte man die Führung noch auf 4:1 erhöhen. Die ersten zwei Punkte waren im Trockenen. Und das gegen den Playoffhalbfinalisten der Vorsaison – damit war sogleich ein erstes Ausrufezeichen gesetzt vom «Abstiegskandidaten Nr. 1» (so man den «Experten» im Szenen-Forum Glauben schenkt).

STV Spreitenbach vs UHC Wehntal Regensdorf 3:3 (2:1)

Im zweiten Spiel traf Spreitenbach im Limmattal-Derby auf Regensdorf. Diesen Gegner hatte man in der Vorsaison zweimal schlagen können. Und wer sich die erste Halbzeit anschaute, der musste wohl schlussfolgern, dass auch heute der Sieger nur Spreitenbach heissen konte. Zwar stand es nur 2:1, aber Spreiti dominierte und vom Gegner kam herzlich wenig. Dies änderte sich jedoch nach der Pause. Regensdorf übernahm das Spieldiktat und konnte ausgleichen. Doch Lukas Zweifel, mit seinem zweiten Tor des Tages, brachte Spreiti wieder in Führung und der Sieg schien zum Greifen nah. Regensdorf gelang dann aber mit einem Mann mehr doch noch der Ausgleich und so endete das Spiel 3:3-unentschieden. Dieses Spiel hätte Spreiti jedoch gewinnen müssen. Vor allem in der ersten Halbzeit hätte man einen grösseren Vorsprung herausspielen können. Die Chancenauswertung, oder allgemein die Torproduktion, bleibt eine Baustelle. Zu erwähnen ist, dass die Defensivleistung in beiden Spielen absolute Spitzenklasse war – kein einziges Gegentor erhielt man bei 3-gegen-3, die Gegner skorten nur in Überzahl oder mittels Penalty.

Drei Punkte also für Spreitenbach zum Saisonstart – das ist akzeptabel, auch wenn Interimscaptain Geissmann und Coach Grubenmann auf der Rückfahrt unisono zu Protokoll gaben, dass es «vier Punkte hätten sein müssen.» Trotzdem: So kann’s weitergehen – am 1. Oktober in Bäretswil, gegen Niederwil und Blau-Gelb Cazis.

Hier geht’s zum Post-Game-Interview mit Torhüter Reto Zeindler: http://bit.ly/2xJEOHS.

Die 1. Mannschaft des STV Spreitenbach hat am 26. August am Kleinfeld-Vorbereitungsturnier „Masters 3000“ in Erlen, Kanton Thurgau, teilgenommen. Ein Auftritt mit Licht und Schatten.

 

Vorrunde: Mal top, mal flop

 

Der Masters 3000-Cup sollte Spreitenbach als erste Standortbestimmung vor der 2. Saison in der höchsten Kleinfeldliga dienen. In dieser soll der Klassenerhalt so schnell wie irgend möglich sicher gestellt werden.

 

In der Vorrunde hatte man sechs Spiele à jeweils 14 Minuten zu absolvieren. Spreiti war nicht ganz komplett, aber doch mit drei Blöcken angereist. Dies jedoch nur, weil Danny Weber sein Kurz-Comeback gab (zumindest für fünf Spiele, dann machte der Körper nicht mehr mit). Direkt eingeflogen aus Chicago, wo er die „Vorbereitung“ absolviert hatte. Weber spielte wie vor seinem Abgang mit Heer und Geissmann im zweiten Block. Als erstes traf Spreiti auf Ligakonkurrent Niederwil, die man in der Vorsaison zweimal bezwingen konnte. Es war ein attraktives Spiel mit viel Tempo, aber auch vielen Ungenauigkeiten. Spreiti musste beim Stand von 1:2 den Torhüter ziehen, doch das 4-gegen-3 funktionierte überhaupt nicht wunschgemäss. So verlor man dieses Spiel 1:3. Kurz darauf traf man auf White Horse Lengnau, den Vorjahres-Turniersieger. Ein äusserst spannendes Spiel auf hohem Niveau. Spreiti konnte sich steigern und zeigte eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Am Ende erkämpfte man sich einen Punkt (3:3). In der Folge traf Spreiti auf drei unbekannte Gegner aus tieferen Ligen oder vom Grossfeld. Taktisch war man allen überlegen, doch in den ersten zwei Spielen zeigte sich ganz deutlich die eklatante Abschlussschwäche der Aargauer. Daran muss endlich gearbeitet werden. Viele Schüsse waren harmlos oder gingen am Tor vorbei. Zeitweise wurde das Team nervös und es wurde unruhig auf der Bank, womit das Chaos sich auch auf dem Feld entfachte. Dennoch – und das ist positiv – konnte man zwei knappe Siege einfahren. Im fünften Spiel gegen die u18 von Floorball Thurgau gelang endlich ein überzeugender Auftritt. Das Spreitenbacher Tempospiel sowie die taktische und körperliche Überlegenheit zeigten hier Wirkung.

Zum Schluss der Vorrunde traf Spreiti auf emotion Hinwil, ein ambitionierter Zweitligist. Mit einem Sieg hätte man den 2. Rang in der Gruppe erobern können. Doch just im dümmsten Augenblick hatte man wieder Mühe, Tore zu erzielen. Trotz Powerplay- und etlichen weiteren Möglichkeiten erzielte man kein einziges Tor und verlor 0:2.

 

Viertelfinal: Out trotz starker Leistung

 

Als Gruppenvierter musste man im Viertelfinal gegen den Sieger der anderen Gruppe antreten. Spreiti gelang zum richtigen Zeitpunkt eine Leistungssteigerung, es war das beste Spiel des Tages (und ein absolut phänomenales von Torhüter Zeindler by the way). Kämpferisch einwandfrei hatte Spreiti etwas mehr vom Spiel als der Gegner (ein Plausch-Team mit einigen NLB-Spielern von Floorball Thurgau?). Leider aber gelang es nicht, die leichte Überlegenheit zum Sieg zu nutzen. Unentschieden und Penaltyschiessen. Dort zeigte sich die Klasse der Grossfeld-Techniker, während Spreitis Schützen scheiterten. Damit war man ausgeschieden (gegen den späteren Turniersieger).

 

Saisonstart: Steigerung gefragt

 

Es war ein guter Test kurz vor Saisonstart. Spreiti zeigte einige gute und einige weniger gute Spiele. Es war wichtig, mal einige Spiele auf halbwegs Ernstkampf-Niveau bestreiten zu können. Klar ist: Der Fitnesslevel ist, wie gewohnt, hoch, in dieser Hinsicht ist man bereit. Doch spielerisch muss noch eine Steigerung folgen, viel zu viele Fehler beging man im Spielaufbau, das 4-gegen-3 war auch nicht sattelfest und die Blöcke sind noch weit weg von eingespielt. Viel Zeit bleibt zwar nicht, aber immerhin hat man noch das Trainingsweekend, um an der Feinabstimmung zu feilen.

 

Das Viertelfinal-Out war allerdings schon eine leise Enttäuschung, der Halbfinal war das Minimalziel gewesen – eine zweite Enttäuschung nach dem Cup-Out gegen Riehen eine Woche zuvor. Was kann man von Spreitenbach zum Saisonstart erwarten? Schwierig zu sagen. Einige Spieler werden diese Saison neu in

den Kader eingebaut. Ein guter Saisonstart wäre sicher wichtig für das Selbstvertrauen. Aber das Toreschiessen – das muss endlich gelernt werden, das war die grösste Erkenntnis im Thurgau.

 

Ligacup Die Herren des STV Spreitenbach müssen erneut bereits im 1/32-Final des Cups die Segel streichen. Eines Erstligisten eigentlich unwürdig. Allerdings scheiterte Spreiti an einem anderen Erstligisten. Und der Auftritt war alles andere als stark.

Heimspiel im 1/32-Final des Ligacups. Für einen Erstligisten normalerweise nur möglich, wenn der Gegner das Heimrecht abtritt. Nicht so für Spreiti. Warum auch immer, trafen die Aargauer bereits in der 1. Runde (nach zwei Freilosen) auf den UHC Riehen, ebenfalls 1. Liga. Und dies obwohl doch im 1/32-Final noch sage und schreibe 64 Mannschaften im Wettbewerb verbleiben (und Erstligisten gibt es nur deren 20). Ach herrje, der Unihockeyverband hat – mal wieder – gepfuscht bei der Auslosung.

Wie auch immer. Auch der UHC Riehen ist ein Gegner, den Spreiti im Normalfall schlagen kann (was sie auch schon bewiesen haben). Riehen – ein äusserst faires und sympathisches Team – spielt zwar aufsässig und hat einige brillante Techniker und ganz starke Torhüter dabei, aber defensiv und taktisch gehören sie (noch) nicht zu den Topshots der Kleinfeldszene. Aber: Riehen hat erkannt, wo die Schwächen Spreitenbachs liegen. Von Anfang an setzten die Basler das Heimteam mit äusserst aggressivem und gut durchdachtem Pressing unter Druck. Spreiti hatte enorm Mühe damit, konnte kaum einmal sauber auslösen. Einige Spieler, die neu ins Kader eingebaut werden und noch nie auf diesem Niveau spielten, waren ob des starken Pressings sicherlich überrascht, aber auch die „alten Hasen“ tun sich nach wie vor schwer mit dieser Taktik.

Das Spiel ist schnell erzählt: Es ging schnell hin und her, Riehen wie erwähnt mit starkem Pressing, Spreiti mit dem Versuch, Ball und Gegner laufen zu lassen, allerdings mit viel zu vielen Ungenauigkeiten. 2:4 stand es zur ersten, 4:6 zur zweiten Pause. Im dritten Drittel ging Riehen etwas die Kraft aus und Spreiti konnte mit einem Mann mehr zum 6:6 ausgleichen. Riehen wankte, Spreiti war im Hoch. Doch kaum spielte man wieder 3 gegen 3, schien Spreiti ins alte Fahrwasser zu fallen, liess dem Gegner wieder Luft zum Atmen und dieser nutze das zu einer kleinen Druckphase, endend mit einem eher verzweifelten Drehschuss. Noch abgelenkt vom Spreitenbacher Verteidiger, kullerte dieser Ball tatsächlich irgendwie ins Tor. Riesenjubel bei den Gästen, 37 Sekunden verblieben zu spielen.

Spreiti setzte natürlich noch einmal alles auf eine Karte und ersetzte den überragenden Reto Zeindler (nur ein Gegentor) durch einen vierten Feldspieler. Riehen verteidigte leidenschaftlich, aber auch etwas unüberlegt. Plötzlich standen zwei Spreitenbacher alleine vor dem Riehener Schlussmann. Doch dieser konnte den Handgelenkschuss tatsächlich mit einem «Big Save» übers Tor lenken und seinem Team so den knappen, aber letztendlich verdienten Sieg sichern.

Spreiti muss sich vorwerfen lassen, mental nicht ganz für den ersten Ernstkampf der Saison vorbereitet gewesen zu sein und muss endlich lernen, mit aggressivem Pressing des Gegners besser umzugehen. Der Ligacup scheint nicht wirklich ein gutes Pflaster zu sein für Spreitis Herren (im Vorjahr scheitere man im 1/32-Final an Drittligist Beromünster). Schade. Nun muss und kann man sich aufs bald anstehende Trainingsweekend und dann auf die Meisterschaft konzentrieren. Dort möchte man so früh wie irgend möglich den Ligaerhalt sichern.

Gratulation dem UHC Riehen zum Einzug in die nächste Cuprunde.

Stilsicher und talentiert präsentieren sich unsere Damen auch neben dem Feld.

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Weiter Fotos unter: www.flickr.com/photos/136329479@N05/33799432265/in/album-72157678850442413

Ab sofort kann man sich auf Facebook oder per Mail beim OK (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für die Minifeld WM am 30. Sept. anmelden. Auch Torhüter sind gefragt - sie können sich gerne einzel bei uns melden. Die Torhüter werden dann den Spielen zugeteilt. Spieler bitte in 2er Teams anmelden. Auf dem Minifeld wird auf einem Drittel des Kleinfelds gespielt (2x 90 Sek.). Es gibt ein Herren- und ein Damenturnier.

Minifeld WM Flyer2017

Anmeldeschluss: 11. September. Der Spielplan folgt kurz nach Anmeldeschluss.

Wir freuen uns auf ein tolles WM Turnier! Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.

Bei Anmeldung Teamname und Natelnr. des Captains angeben!

Sportliche Grüsse

OK Minifeld-WM

Marco Biasca & Roman Geissmann