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Aber nicht etwa wegen der Mannschaft gab’s am 18.12. im Seefeld mehrmalig ein Pfeifkonzert – nein, wegen dem Mann mit der Pfeife, der irgendwann in seinem Leben mal in Spreitenbach eine verdammt schwierige oder negative Erfahrung gemacht haben muss, von der wir zwar alle nichts wissen, uns aber im Namen aller Spreitenbacher an dieser Stelle entschuldigen möchten und ein offenes Ohr anbieten – wir sind für dich da!

Die Strafbank war, vor allem im zweiten Spiel, (zu) regelmässiger Aufenthaltsort der Spreitenbacher Akteure an derer Heimrunde – oftmals aber völlig zu Unrecht, wie dies nach dem Spiel selbst die Gegner (!) unterstrichen und sich verwundert fragten, ob der Pfeifenmann (wir weigern uns, das Wort «Schiedsrichter» zu benutzen) ihnen ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen wollte. Merry Christmas!

Aber der Reihe nach: Spreiti’s 1. Mannschaft spielte am 18. Dezember zuhause gegen Zuzwil-Wuppenau und Wild-Goose Wil-Gansingen. Und das vor ziemlich viel Publikum – danke Leute für die Unterstützung! Auch einige langjährige Sponsoren waren anwesend, vor denen man eigentlich gerne geglänzt hätte. Aber es kam anders.

Zuzwil-Wuppenau v STV Spreitenbach

Spreiti, in den wunderschönen neuen Trikots, gesponsert von «Germann & Gfeller», spielte gegen Zuzwil ansprechend, aber nie auf dem Level, das man bei Spreitenbach von sich selber fordert und wozu ganz klar auch das Talent vorhanden wäre. Aber die Coolness – die elende Coolness, – die fehlt einfach noch… Zuzwil spielte nur zu sechst und hätte eigentlich müde gerannt werden müssen. Doch irgendwie waren die Spreitenbacher (ob der Kulisse?) wie gelähmt… Es entwickelte sich ein eher laues Spiel, das hin und her wog und am einen oder anderen Spreitenbacher gänzlich vorbeizog. Plötzlich – und ohne das Zuzwil unglaublich stark gespielt hätte – lag man 2:5 im Rückstand. Endlich erwachte Spreiti und stellte innert relativ kurzer Zeit auf 5:5. Die Halle kochte, Spreiti war wieder da. Ein einziger kleiner Fehler aber wurde vom Gegner (seines Zeichen Tabellenletzter) zum 5:6 ausgenutzt. Es war der erste Schuss auf’s Tor von Marcel Heymann seit einer gefühlten Ewigkeit. Ohne Torhüter versuchten die Aargauer verzweifelt, das Horror-Szenario «Niederlage gegen den Tabellenletzten» noch abzuwenden, kassierten aber prompt das 5:7 ins leere Gehäuse. Eine bittere, weil schlicht unnötige Niederlage (Nicht die erste in dieser Saison!).

Wild-Goose Wil-Gansingen v STV Spreitenbach

Für das zweite Spiel gegen den letztjährigen Playoffteilnehmer Gansingen hatte man sich viel vorgenommen. Schliesslich wollte man dem Publikum etwas bieten. Und dieses kriegte auch was geboten: Die neon-pinken Spreitenbacher starteten fulminant und eine herrliche Kombination über Weber (in seinem letzten Spiel, er wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme zu Innebandy Chicago in die USA), Geissmann und schliesslich Heer führte zum vielumjubelten 1:0. Es sollte nicht Heer’s letzter Treffer gewesen sein. Getragen von seiner «Groupie-Bunch» aus dem Solothurn («Hopp Cediii») schoss er gleich im nächsten Einsatz das 2:0. Gansingen wirkte müde, Spreiti war hochüberlegen. Aber gegen Ende des ersten Umgangs schlichen sich plötzlich Fehler ein und das Tempo brach zusammen. Und schon stand’s zur Pause 2:2. So schnell geht es eben gegen die erfahrenen 1.Liga-Teams. Egal, Mund abwischen und weiter geht’s – Spreiti erhöhte wieder die Kadenz. Gansingen erzielte zwar das 3:2, aber Cedu Heer – wer sonst? – traf nach herrlichem Zuspiel seines Linienpartners und zur Ekstase seiner Solothurner Crew ein drittes Mal, alles wieder offen. Und dann – ja dann kam der Auftritt des Pfeifenmanns und sein Weihnachtsgeschenk an Wild Goose. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass wir keinerlei Vorwürfe gegen Gansingen erheben, ihnen trotzdem frohe Weihnachten wünschen und ihnen auch ein wirklich gutes Spiel attestieren. Das war Kleinfeldunihockey vom feinsten und ein wirklich guter, stets fairer Fight! Dieser Fight aber hätte vielleicht anders geendet, hätte nicht der «Weihnachtsmann in Gelb» die Spreitenbacher Seefeldturnhalle mit dem Gansinger Weihnachtsausverkauf verwechselt. Irgendwie erfand er zwei kleine Bankstrafen und schenkte Wild Goose so die Vorentscheidung. Das Seefeld kochte, ein gellendes Pfeifkonzert gegen den Schiri – so etwas hat es zuvor noch nie gegeben!

Ohne Torhüter wurde wiederum noch alles versucht – und es ist dem Team wirklich löblich anzurechnen, dass es niemals aufgab und bis zur letzten Sekunde alles in die Waagschale warf. Doch es half nichts. Wild Goose traf noch ins verwaiste Tor und siegte letztlich 6:3. Mehrere Spieler der Gänse sahen sich beim Handshake schon fast genötigt, sich für den Sieg zu «entschuldigen» – bizarre Szenen im Seefeld… Fakt ist: Spreiti ist, gemeinsam mit Zuzwil, am Tabellenende und in den Playout-Sog geraten. Es sind drei Punkte Rückstand auf Platz 8 und nur noch 6 Spiele zu spielen, die Aargauer brauchen dringend Punkte! Das Talent für Platz 8 ist ohne Zweifel vorhanden. Nun gilt es, im neuen Jahr hart zu trainieren und wieder anzugreifen! Mir gänd niemals uuf! Vamos Spreiti!

Am kommenden Sonntag, 18. Dezember findet in der Seefeldturnhalle die 6. Meisterschaftsrunde der 1. Liga KF, Gruppe 2 statt. Es sind die ersten Heimspiele in der höchsten Kleinfeldliga für die Spreitenbacher, die im Frühling nach einer starken Saison in die höchste Kleinfeldliga aufgestiegen waren. Dort brauchte es einige Spiele, um sich ans höhere Niveau zu gewöhnen – doch Mitte November gab es die erste 4-Punkte-Runde, Spreiti war angekommen. Nun aber verloren die Aargauer zuletzt wieder zweimal und befinden sich mitten im Abstiegskampf. Da zählt jeder Punkt – und von denen soll es an der Heimrunde möglichst viele geben. Die Spreitenbacher werden um 15:25 und 17:15 dem Ball nachjagen. Vor der Halle wird es, zur Jahreszeit passend, einen Glühwein-Stand geben und den ganzen Tag über wird Unihockey vom feinsten geboten - hier das "Tagesmenue" für Interessierte:

09:00: Cevi Gossau v Unterkulm. Gleich am frühen Morgen ein Leckerbissen: Der aktuelle Kleinfeld-Schweizermeister Gossau gegen Unterkulm, als Playoffkanditat in die Saison gestartet, nun aber mitten im Abstiegskampf.

09:55: Blau-Gelb Cazis v White Horse Lengnau. Lengnau, Schweizermeister 2012, will Revanche für das Cup-Out gegen den aktuellen Tabellenführer aus dem Bündnerland.

10:50: Unterkulm v Merenschwand. Ein Sieg von Unterkulm gegen das bisher überraschende Merenschwand ist Pflicht, will es nicht plötzlich Playout statt Playoffs spielen.

11:45: Cevi Gossau v Blau-Gelb Cazis. Das absolute Top-Spiel des Tages - es lohnt sich, dafür ins Seefeld zu kommen. Schnappt euch draussen einen Glühwein und kommt dann rein und gebt euch dieses Klasse-Spiel!

12:40: White Horse Lengnau v UHC Zuzwil-Wuppenau. Lengnau ist klarer Favorit, aber ZuWu braucht dringend Punkte.

13:35: Merenschwand v F.P. Niederwil. Ihre ersten Spiele in der 1. Liga bestritten beide Aufsteiger gegen Merenschwand - und verloren. Niederwil will Revanche.

14:30: Wild Goose v UHC Wehntal Regensdorf. Im Vorjahr in den Playoffs und Cupsieger Kappelen gar in ein 3. Spiel gezwungen, nun eher bescheiden in die Saison gestartet: Wild Goose muss zulegen. Regensdorf ist stark gestartet, zuletzt aber in eine Krise geraten. Ein spannender Krisengipfel.

15:25: UHC Zuzwil-Wuppenau v STV SPREITENBACH. Endlich schreiten die Gladiatoren des Heimteams zur Tat! Spreiti holte sich gegen ZuWu den ersten Sieg in der 1. Liga. Nun soll's gegen denselben Gegner den ersten Heimsieg geben.

16:20: F.P. Niederwil v UHC Wehntal Regensdorf. Zwischen den beiden Spreiti-Auftritten gibt's noch das Duell zwischen dem zweiten Aufstieger Niederwil und Regensdorf.

17:15: Wild Goose v STV SPREITENBACH. Das beste zum Schluss: Wild Goose gegen Spreiti, ein Spiel, das hohes Tempo quasi garantiert! Lasst euch das nicht entgehen!

Kommt am 18ten ins Seefeld und unterstützt die 1. Mannschaft! Die Jungs können den Support gebrauchen! Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung: http://bit.ly/2gcV2zs

Am Sonntag, 4. Dezember, standen zwei Aargauer-Derby Leckerbissen auf dem Speiseplan des STV Spreitenbach. Zur Vorspeise eine Wildgans (Wild Goose) aus Gansinger Freilandhaltung und zum Hauptgang ein Ramba-Zamba-Geschnetzeltes nach Merenschwander Art (Ramba Zamba Merenschwand). Um die fetten vier Punkte von der letzten Runde zu bestätigen, musste wieder eine bärenstarke Leistung abgerufen werden.

Als die Mannen allerdings im St. Gallischen Oberbüren eintrafen, war beim Anblick des Geläufs die Freude über einen Festtagschmaus wie weggeblasen. Ein in der ersten Liga unorthodoxer Parkett-Boden trieb jedem einzelnen Akteur einen Ausdruck der Verwunderung ins Gesicht. So müssen sich wohl alle Fussballer der Axpo Super League fühlen, wenn sie ins Stade de Suisse Wankdorf einlaufen und auf Kunstrasen spielen müssen. Nichtsdestotrotz waren die Bedingungen für alle Teams dieselben und es kann hier weder von Vor- noch von einem Nachteil die Rede sein – nur von einer ungewohnten Unterlage.

STV Spreitenbach : Wild Goose Gansingen

Das Spiel gegen Wild Goose Gansingen wurde nach wenigen Minuten in die richtige Bahn gelenkt, als der Ball pfannenfertig übers halbe Feld aufgelegt wurde und per One-Timer nur noch reingedroschen werden musste. Die Freude währte allerdings nicht allzu lang, weil im Aufbauspiel völlig ohne Bedrängnis ein Pass ans Bein des starken Torwarts Reto Zeindler gespielt wurde, der nichts mehr unternehmen konnte um das Spielgerät von seinem Weg ins eigene Tor abzuhalten. Ein Eigentor der Marke «Merkwürdiger geht‘s nicht». Der 1:1-Ausgleich war der Knackpunkt im Spreitenbacher Flow. Nach einem fragwürdigen Stockschlag-Pfiff des Schiedsrichters – welchen der Gefoulte selbst als Fehlentscheidung betitelte –, fiel nach einem Abpraller das 1:2 für Wild Goose. Dass die Gänse unbestraft Mal für Mal den Spreitenbacher Schlussmann unfair angingen, der zwischenzeitlich sogar gepflegt und vom Ersatzkeeper vertreten werden musste, half natürlich auch nicht, die fehlende Abstimmung und Konzentration aus dem Spreitenbacher Spiel zu bringen. Dies wurde zum Verhängnis und es fielen die Tore 3 und 4 für Gansingen. Eine Reduktion auf zwei Blöcke und das Ersetzen des Torwarts durch einen vierten Feldspieler brachten wie schon zu oft in dieser Saison keinen Erfolg für die Spreitenbacher. Am Ende ging das Spiel 3:5 verloren und es musste auf gutes Gelingen beim Hauptgang gehofft werden.

STV Spreitenbach : Ramba Zamba Merenschwand

Merenschwand spielte in der Anfangsphase gut auf und lauerte auf die eigenen Chancen. Ihren limitierten Spielaufbau machten sie mit rigoroser Verteidigungsarbeit wett und spielten die eigenen Konter perfekt zu Ende. Nach einer 3-gegen-0-Situation und dem daraus resultierenden 0:3 sah sich Coach Grubenmann früh gezwungen, das Time-out zu nehmen. Die Spreitenbacher Antwort war stark und voller Wut im Bauch. Ohne Punkte wollte man sich nicht von der gedeckten Tafel verabschieden. Ein Kraftakt inkl. gebrochenen Stocks des Gegners brachte den 1:3-Anschlusstreffer, was auch gleich das Pausenresultat war. 1:3 gegen ein überfordert wirkendes Team aus Merenschwand – da liegt allerweil noch ein Sieg drin, liess Coach Grubenmann sein Team wissen. Der Sieg wäre auch wirklich drin gelegen, jedoch schaffte es Spreitenbach, trotz Überlegenheit und gefühlten 10 Pfostenschüssen, in der zweiten Halbzeit kein einziges Mal, zu reüssieren. Und ohne Tore kann man nun mal selten gewinnen. Die beiden «Empty Netter» zum Endresultat von 1:5 waren nur noch Resultatkosmetik der Merenschwander.

Statt vollgefressen von der Tafel zu rollen, verzogen sich die Spreitenbacher wie geschlagene Hunde, denen nicht mal ein Knochen vergönnt war. Jetzt heisst es: Kopf hoch, denn am 18.12. ist die nächste Runde im heimischen Seefeld angesagt. Im Rückspiel gegen das Tabellenschlusslicht UHC Zuzwil-Wupenau geht es darum, die rote Laterne da zu lassen, wo sie hingehört - nach St.Gallen und nicht in den Aargau! Und im 2. Spiel hat Spreiti die Chance auf Revanche gegen Wild Goose Gansingen. Man könnte fast sagen: Da ist noch eine Gans zu rupfen! In diesem Sinne: Vamos Spreiti und en guete!

«Wir sind alle super happy», sagte Michi Humbel im Post-Game-Interview und untertrieb damit sogar noch – denn in der Kabine wurde die Freude und Erleichterung über die zwei Siege am Sonntagmorgen so richtig rausgeschrien.

Doch der Reihe nach: An diesem 13. November reiste Spreitis 1. Mannschaft nach Aarburg, wo sie auf Regensdorf und den anderen Aufsteiger, die Flying Penguins aus Niederwil, trafen. Nach zuletzt vier Niederlagen gegen die Topteams der Liga war allen klar, dass es nun galt, endlich das Punktekonto zu erhöhen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Regensdorf hatte einen bärenstarken Saisonstart und macht sich berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs. Doch von diesem Umstand liessen sich die Spreitenbacher nicht verunsichern, ganz im Gegenteil: Spreiti nahm das Spieldiktat in die Hand und konnte Regensdorf mit Tempounihockey vor Probleme stellen. Es wurden weite Wege gegangen und jeder Spieler kämpfte bis zum umfallen – und nicht zuletzt gelangen auch endlich Tore! Fünf verschiedene Spieler aus allen drei Blöcken trugen sich in die Torschützenliste ein – was will ein Trainer mehr? Aus Seferovic‘s wurden Ibrahimovic‘s – die leichte Kritik in der Vorberichterstattung hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Spreiti führte komfortabel 5:2, als Regensdorf bereits knapp sieben Minuten vor dem Ende zu viert den Anschluss herzustellen versuchte. Dies gelang auch – nur kurze Zeit später stand es 5:4. Schon kamen Gedanken auf, Spreiti könnte – wie schon gegen Kulm – einen schönen Vorsprung nach einem starken Spiel noch preisgeben. Doch Spreiti brachte die knappe Führung über die Zeit und jubelte über zwei wichtige Punkte gegen einen Playoffkandidaten.

Im zweiten Spiel trafen die beiden Aufsteiger aufeinander. Ein Spieler von Tabellenführer Cazis sollte am Ende sagen: «Das war ja eine Stimmung wie in den Playoffs!» Tatsächlich: Es war ein Klassespiel mit vielen Emotionen. Spreiti verschlief – einmal mehr! – den Start ins Spiel und geriet bald einmal 0:3 in Rückstand. Die in den neuen blauen Trikots spielenden Spreitenbacher waren überhaupt nicht bereit – wohingegen Niederwil ein horrendes Tempo anschlug, das bisher einzig Cevi Gossau übertraf – wow! Doch Spreiti fing sich und konnte vor der Pause mit einem Doppelschlag auf 2:3 verkürzen. Und gleich nach der Pause folgte das wichtige 3:3. Niederwil konnte das Tempo der Startphase nicht im Mindesten durchziehen, wurde seinerseits nervös und liess sich auch zu Frustfouls hinreissen. Spreitenbach hingegen war nicht mehr wiederzuerkennen und spielte eine bärenstarke, ja wahrscheinlich die bisher stärkste zweite Halbzeit der Saison. Aus einem 0:3 wurde so ein 7:3. Wieder waren dabei vier verschiedene Torschützen auszumachen. Bei 4 gegen 3 Feldspielern gelang Niederwil zwar noch das 7:4, mehr aber nicht mehr. Am Ende siegte Spreiti verdient und freute sich über die erste 4-Punkte-Runde in der 1. Liga. Gefeiert wurde diese mit einem Calanda, das die Kollegen aus Cazis spendiert hatten.

Das Post-Game-Interview mit unserer #7 Michi Humbel, der zwei richtig starke Spiele zeigte, findet ihr hier: https://www.facebook.com/stvspreitenbachunihockey/videos/337456523278438/?hc_ref=PAGES_TIMELINE

Am Sonntag, 30. Oktober stand die 3. Runde der 1. Liga KF, Gruppe 2 auf dem Programm. Mit lediglich zwei Punkten aus vier Spielen verlief der Saisonstart für Spreiti zwar punktemässig nicht nach Wunsch, spielerisch konnte man mit den Gegnern aber zumeist mehr als nur mithalten. In der dritten Runde warteten mit dem Vize-Meister aus Cazis und dem Meister von 2012 aus Lengnau zwei weitere harte Brocken.

Im ersten Spiel traf man auf Blau-Gelb Cazis. Die Devise für die Partie war klar: Spreiti wollte zu seinem schnörkellosen Tempospiel zurückfinden sowie Gegner und Ball laufen lassen. Man wollte ohne Respekt vor dem mit ehemaligen Nationalliga-Spielern gespickten Kader auftreten und die eigenen Chancen eiskalt nutzen. Die Realität sah leider etwas anders aus. Bereits nach wenigen Minuten sah sich Spreiti mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert. Zwar war man versucht, den verschlafenen Start auf die frühe Anspielzeit zu schieben, doch die Probleme liegen offensichtlich wo anders. Wie schon des Öfteren in dieser Saison schaffte es Spreiti nicht, direkt nach dem Anpfiff mental bereit zu sein. Dennoch fand Spreiti besser ins Spiel und erzielte den zwischenzeitlichen 1:3-Anschlusstreffer. Es folgte der erwartete Abnützungskampf, bei dem die Aargauer dem starken Körperspiel des Gegners grösstenteils Paroli bieten konnten. Was aber wie so oft fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss sowie die ununterbrochene Kommunikation in der Verteidigung. Oder wie es Coach Grubenmann nach der Partie ausdrückte: "Wir machen bis zu einem gewissen Punkt alles richtig, dann fehlen uns aber die Eier!" So konnte Cazis das Skore kontinuierlich erhöhen und es resultierte zum Ende eine 3:8-Niederlage.

Mit der Leistung im ersten Spiel durfte man trotz der Niederlage insgesamt zufrieden sein. Selbstverständlich schmerzt jede Niederlage, gegen ein solches Top-Team muss man aber in erster Linie Erfahrungen sammeln. Wir befinden uns in einem Lernprozess, in dem jede Spielsituation unser eigenes Spiel weiter verbessern kann. Wichtig ist, den Kopf nicht hängen zu lassen und weiter auf das eigene Spiel zu vertrauen.

Dementsprechend gross waren die Ambitionen gegen das schlecht in die Saison gestartete Lengnau. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen verkaufte sich "White Horse" bisher klar unter Wert. Anders als in der ersten Partie verlief der Start für Spreiti dann auch wunschgemäss. Man hatte viel Ballbesitz und konnte den Gegner laufen lassen. In der Folge schlichen sich aber immer wieder Ungenauigkeiten im Aufbauspiel ein, woraus (zu) einfache Gegentore und eine allgemeine Verunsicherung resultierten. Diese Fehler zogen sich durch die gesamte Partie, die Folge war eine 2:10- Kanterniederlage. Spreiti zeigte seine wohl schlechteste Saisonleistung und wurde dafür gnadenlos abgestraft.

Punktemässig gab es also wiederum keinen Zuwachs auf dem Spreitenbacher Konto. Wichtig ist, dass wir nun die richtigen Schlüsse aus den vergangenen, äusserst lehrreichen Partien ziehen können und uns auch von kurzweiligen Rückschlägen nicht mehr derart verunsichern lassen. Nach dem harten Anfangsprogramm folgen sechs Spiele, in denen der Grundstein für den Ligaerhalt gemacht werden muss. Spreiti steht momentan auf dem vorletzten Tabellenrang und ist gewissermassen bereits unter Zugzwang. Allerdings beträgt der Abstand auf Rang 5 lediglich drei Punkte und die bisherigen Partien haben gezeigt, welch Potential in der Mannschaft schlummert. Nun gilt es, die eigenen Fehler abzustellen, positiv zu bleiben und das nötige Wettkampfglück auf seine Seite ziehen zu können. Hopp Spreiti!