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Gerüchteküche: Weber zurück zu Spreitenbach!

Was Klaus Zaugg kann, können wir schon lange: Wir lassen mal die Gerüchteküche brodeln! Kommt tatsächlich der Königstransfer von Innebandy Chicago zurück an die Wigartestrasse?

 

Ach, wie herrlich! Dieses Theater im Blätterwald um die Personalie Denis Hollenstein! Geht er zum ZSC? Geht er nicht? Klar geht er, sagt Klaus Zaugg doch schon lange! (Siehe Watson)

Doch wir sind hier ja beim Unihockey, nicht beim Eishockey – und auch hier gibt’s Interessantes zu berichten: An der Wigartestrasse wird seit längerem gemunkelt, der langjährige Spreitenbacher Abwehrchef Daniel Weber könnte zum Kleinfeld-Erstligisten zurückkehren. Gerüchterweise soll Herren-1-Materialchef und Goalietrainer Marco Biasca im «Bauer Sport» gesichtet worden sein und der soll da nicht etwa einen neuen Stock gekauft haben – nein! Der hat dort – so sagt man sich – offenbar ein Trikot mit der Nummer 8 bestellt. Kehrt Weber tatsächlich zurück? Offiziell bestätigen will das natürlich niemand. Der Deal ist aber längst in trockenen Tüchern. Erst im letzten Winter wurde Webers Abgang nach Chicago verkündet und der Spieler in der US-Grossstadt mit Pauken und Trompeten begrüsst (hier die Meldung von damals). Innebandy-Teammanager Jakub Zajac war ein richtiggehender Transfercoup gelungen und Spreiti verlor einen seiner erfahrensten Spieler.

 

Apropos Erfahrung. Sollte Weber tatsächlich zurückkehren, wäre das in puncto Erfahrung definitiv eine Bereicherung für Spreiti. Denn nicht nur Weber, sondern auch die Teamältesten Kolb und Marti beendeten ja ihre Karrieren. Das Team erfuhr also eine ziemliche Verjüngung. Geschadet hat’s bislang nicht wirklich – klar, es gab zwei böse Schlappen gegen Cazis und Bäretswil, die mit etwas mehr Erfahrung im Team eventuell nicht ganz so deutlich verloren gegangen wären. Doch ansonsten hat die junge Mannschaft bislang fleissig gepunktet und orientiert sich am Tabellen-Mittelfeld.

 

Kein Wunder also, dass Coach Grubenmann in der aktuellen Situation die Stimmung im Team nicht verschlechtern will. Am Wochenende trifft Spreiti auf das punktgleiche Gansingen. Ein eminent wichtiges Spiel. Unruhe in der Kabine wäre das letzte, dass die Spreitenbacher gebrauchen könnten. Und dennoch: Die Gerüchte nehmen nicht ab – Weber zurück an die Wigartestrasse? Tatsächlich?

Doch Weber ist ja der letzte, der Spreiti verlieren sehen will. Er ist stets mit den Ex-Mitspielern in Kontakt geblieben und verfolgte die KF-Meisterschaft auch von Übersee. Die alte Liebe war so stark, dass er schon bald mit Coach Grubenmann zu «flirten» begann. Dieser brauchte ihm die Rückkehr (so hört man) gar nicht allzu schmackhaft zu machen. Es war eher Weber, der darum bat, zurückkehren zu dürfen. Grubenmann begann zu grübeln. Einerseits winkte ihm hier ein erfahrener Spieler mit Top-Defensivqualitäten. Andererseits ist der Kader mit aktuell 13 Feldspielern ohnehin schon ziemlich breit.

 

Schlechte Fitness

 

Mit Weber würde der Konkurrenzkampf weiter angekurbelt. Doch eigentlich muss sich keiner der aktuellen Kaderspieler wirklich Sorgen machen. Der Chronist war nämlich rein zufällig in einem öffentlichen Training zugegen, als Weber bei Spreiti mittrainierte, da er geschäftlich in der Schweiz weilte (Jakub Zajac, der schlaue Fuchs, wollte natürlich nicht, dass sein Top-Defender eine Woche nicht trainiert und fädelte die Trainingsbeteiligung bei Webers Ex-Klub ein). Doch was der Chronist da zu sehen bekam, war alles andere als beeindruckend: Auf Fitness wird in den Staaten offenbar nicht so viel Acht gelegt – das Spielsystem von Innebandy ist natürlich traditionell eher auf Weitschüsse und Standunihockey ausgelegt, dort tummeln sich ja etliche tschechische Altstars, die zwar technisch top sind, läuferisch aber definitiv zum alten Eisen gehören. Da hat sich Weber wohl angepasst. So scheint es, als müsse Grubenmann seinen Rückkehrer (an Webers Rückkehr gibt es keine Zweifel, wieso sonst sollte sein Trikot bereits bestellt worden und ihm bereits eine Wohnung organisiert worden sein?) zuerst einmal ins Ausdauertraining schicken. Doch nur schon als Stimmungsmacher könnte Weber für die Rückrunde ein Gewinn sein für die Mannschaft.

 

Doch zurück zu Jakub Zajac. Der will natürlich ebenfalls keine Unruhe im Team, zumal Innebandy in der laufenden Meisterschaft alles andere als optimal gestartet ist. Wenn ihm nun sein Verstärkungsspieler aus dem Unihockeyland Schweiz abspringt, kommt Zajac in Erklärungsnot. Deshalb macht er von einer Vertragsklausel Gebrauch, die Innebandy von EHC-Kloten-Präsident Hansueli Lehmann empfohlen wurde: Der Transfer des Schlüsselspielers wird erst Ende Hinrunde offiziell verkündet werden. Zajac hat damit noch etwas Zeit, um irgendwo auf dem Globus einen alten Tschechen zu finden, der Weber adäquat ersetzen kann.

 

Dies alles interessiert an der Wigartestrasse freilich keine Sau. Hier erzählt man sich bereits von Webers vergangenen Wundertaten (unvergessen sein Slapstick-Tor mit dem Ellenbogen beispielsweise) und fragt sich, ob Kondi-Trainer Cedu Heer den alten Mann rechtzeitig zur Rückrunde wieder fit kriegt. Alles natürlich rein hypothetisch – schliesslich ist der Transfer noch nicht offiziell bestätigt. Doch Grubenmann hat bereits verlauten lassen, dass für einen wie Weber immer ein Plätzchen im Team frei sei. Der Coach hat den Zuzug also eigentlich bereits bestätigt, ohne ihn offiziell bestätigt zu haben. Und für die Chronisten ist es sowieso spannender, wenn sie Gerüchte verbreiten können.

 

Welch Überraschung das sein wird, wenn dann zur Rückrunde tatsächlich die 8 wieder in die Kleinfeld-Stadien der (Ost-)schweiz einläuft. Den Gegnern wird natürlich nicht gleich Angst und Bange werden, so brillant war Weber nun auch wieder nicht. Aber grundsolides Unihockey-Handwerk kann man von ihm – sollte er seine Fitness verbessern können – durchaus erwarten. Und grundsolides Unihockey-Handwerk bringt Spreiti diese Saison ans Ziel: Ins Tabellenmittelfeld nämlich. Nicht mehr und nicht weniger will der Klub erreichen.

 

Jakub Zajac wird’s nicht gerne sehen, dass dies künftig mit einem Spieler mehr angestrebt wird. Marco Grubenmann hingegen hat eine Option mehr auf dem Matchblatt.

 

Der Spieler selber übrigens äussert sich wie folgt: «Ich habe Vertrag in Chicago und wir sprechen an Weihnachten. Mir gefällt es hier und ich will meinen Vertrag erfüllen. Ich habe immer gesagt, dass Innebandy mein erster Anlaufpartner ist, aber auch nie einen Hehl daraus gemacht, nochmal für Spreiti spielen zu wollen.» Mehr lässt er sich nicht entlocken. Doch auch Weber hat damit einen möglichen Abgang nicht abgestritten. Er wird zurückkehren!

 

Fortsetzung folgt.