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Spreiti feiert wie schon im Hinspiel gegen Regensdorf und Niederwil einen Vollerfolg – den zweiten Supersonntag seit dem Aufstieg in die 1. Liga!

Das gefühlte zehnte Mal mussten sich die Herren des STV Spreitenbach am 19. Februar am morgen früh aus dem Bett quälen und die Reise nach Pfäffikon ZH in Angriff nehmen. Am Rande sei noch bemerkt: Die vom Schweizermeister (!) organisierte Meisterschaftsrunde war die einzige der ganzen Saison, die keine Einzelrunde war…

Zum Abschluss der «Regular Season» trafen die Spreitenbacher auf Wehntal Regensdorf sowie F.P. Niederwil. Gegen beide Teams konnte man im Hinspiel reüssieren. Das war vor über drei Monaten. In der Zwischenzeit musste Spreiti oft Lehrgeld bezahlen. Dem jungen Aufsteigerteam fehlte in vielen Spielen die nötige Cleverness und Routine, um auch mal ein knappes Spiel für sich zu entscheiden. Daher konnte man trotz teils ansprechenden Leistungen und engen Ergebnissen (die Partien gegen Lengnau und Cazis ausgenommen), in der gesamten Rückrunde bislang nur ein mageres Pünktchen einfahren. Die einzig logische Folge aus dieser Ausbeute ist die Teilnahme an den Auf-/Abstiegsspielen. Für Spreiti war die Ausgangslage an diesem Spielsonntag klar: Moral tanken und möglichst noch auf den 9. Platz vorstossen. Dementsprechend motiviert und heiss waren sie auf diese beiden Spiele, obwohl man dezimiert antreten musste. Unser Druide und der Exot aus Solothurn mussten krankheitshalber Forfait geben. Gute Besserung, wir brauchen euch in den «Playouts»!

Wehntal Regensdorf vs. STV Spreitenbach

Umso erstaunlicher war es daher, dass die Mannschaft zu Beginn des Spiels nicht bereit war, den Kampf anzunehmen und Vollgas zu geben. Die ersten 10 Minuten waren nicht gut, Spreiti verschlief (mal wieder) den Start und trat nervös auf. Man geriet ins Hintertreffen und musste einen 1:3-Rückstand aufholen. An sich nichts Neues für die Seefeldtruppe, nur hat man es dieses Mal erfolgreicher gestaltet. Spreitenbach fand, je länger das Spiel dauerte, immer besser in die Partie. Man konnte das Score auf 4:3 drehen, ehe Regensdorf rund 3 Minuten vor Schluss den Torhüter zog. Durch einen Fehler im Spielaufbau konnte Spreitenbach den «empty netter» (länger warten beim Abschluss wäre wohl nicht mehr drin gelegen) erzielen. Der Mist schien geführt. Aber durch einen Freistoss erster Klasse konnte Regensdorf gefühlte 5 Sekunden später den Eintorerückstand wieder herstellen. Wer die Spreitenbacher in dieser Saison etwas verfolgt hat, der ahnte böses. Doch Spreiti konnte dieses Mal alle Kritiker Lügen strafen. Während der Gegner sich mit Gehässigkeiten wehren musste (der Schiri wollte dem Regensdorfer wohl den Sonntag nicht vermiesen und liess die Pfeife stecken), wusste der STV den Vorsprung zu verwalten, gab die Partie nicht mehr aus der Hand und siegte mit demselben Resultat wie bereits im November (5:4).

STV Spreitenbach vs. F.P. Niederwil

Der Grundstein für einen erfolgreichen Sonntag war mit dem Sieg im ersten Match gelegt worden. Wollte man den Druck auf den direkten Konkurrenten im Rennen um Platz 9 (Zuzwil-Wuppenau bestritt ihre beiden Matches erst am Nachmittag) erhöhen, musste auch gegen Niederwil ein Sieg her. Für einen war diese Partie derweil ganz besonders: Reto Putzi (Goalie, Captain und Trainer in Personalunion beim Herren 2) spürt einen zweiten (oder sogar dritten) Frühling und konnte in der 1. Halbzeit sein Debut in der 1. Liga geben. Ein starkes Spiel vom Schlussmann, welcher sich nur vom eigenen Mann (ob Absicht oder nicht bleibt auch nach intensiven Recherchen und Videoanalysen ungeklärt) sowie durch zwei Kontertore bezwingen lassen musste. Herzliche Gratulation an dieser Stelle, mach weiter so! Die beiden Stammgoalies Reto Zeindler (gegen Regensdorf) und Mese Heymann (2. Halbzeit) zeigten ebenfalls sackstarke Leistungen – wenn es einen Mannschaftsteil gibt, der nie und nimmer Playoutwürdig ist, dann ist es die Torhüterposition – ihr seid Weltklasse, Boys! Weiter so!

Spreitenbach startete fulminant in die Partie und konnte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. So führte man schnell 3:0. Die Spieler waren jedoch gewarnt: Im Hinspiel führte eben dieses Niederwil 3:0, bevor man sie anschliessend mit 7:4 nach Hause schickte. Coach Grubenmann warnte seine Spieler daher, in Übermut zu verfallen. Durch eine unglückliche Situation spedierte ein Spreitenbacher kurz darauf den Ball ins eigene Tor und brachte die Niederwiler zurück ins Spiel. Obwohl bald darauf das 4:1 gelang, blieben die Nerven der Zuschauer auch dieses Mal nicht verschont. Niederwil kam auf 4:3 und 5:4 heran und spielte zunehmend aufsässig. Auf das 6:4 von Spreitenbach hatten die Niederwiler die Antwort in Form eines schönen Weitschusses von der Mittellinie bereit. Zu mehr reichte es nicht mehr (mit der Schlusssirene trafen die Penguins noch die Lattenunterkante!) und Spreiti jubelte zum zweiten Mal an diesem Morgen.

Playouts: Ab 25. März geht’s um den Ligaerhalt

Insgesamt darf Spreitenbach mit der Leistung in diesen beiden Begegnungen zufrieden sein. Vor allem im Kopf war die Mannschaft auf der Höhe und hat bewiesen, dass sie für den Abstiegskampf gewappnet ist. Man liess sich durch die zunehmende Hektik und ruppigere Gangart jeweils gegen Ende der 40 Minuten nicht aus dem Konzept bringen und hat sein Spiel ruhig fortgesetzt. Die Jungs konnten mit diesen beiden Siegen heute definitiv Moral tanken und wurden für die guten Trainings und den Einsatz endlich belohnt. Obwohl Coach Marco Grubenmann (das Post-Game-Interview mit unserem Trainer findet ihr hier: https://www.facebook.com/stvspreitenbachunihockey/videos/386087668415323/) dem Team nun 3 Tage zur körperlichen (die meisten Spieler plagt irgendein Wehwehchen) und mentalen Erholung gönnt, gilt es den Fokus auf die bevorstehende Herkulesaufabe nicht zu verlieren. Spreitenbach hat nun zu beweisen, dass es in die 1. Liga gehört. Man muss durch die schwierigen Auf/Abstiegsspiele kommen und Charakter beweisen. Bis dahin bleibt noch ein guter Monat Zeit, um dem eigenen Spiel den Feinschliff zu verpassen und sich auf den Kontrahenten einzustellen. Es stimmt jedoch positiv, dass man in dieser Saison phasenweise gesehen hat, dass der STV gegen jeden Gegner das Spiel machen kann. Sicherlich ein Punkt, in dem Spreitenbach in der Abstiegsrunde vermehrt gefordert wird. Der Gegner für die Best-of-5-Playoutserie steht noch nicht fest. Es wird aber der Gruppensieger der 2. Liga KF Gruppe 2 sein, da Spreiti tatsächlich noch den neunten Rang geholt hat!  Die Spieldaten der Playouts zum mitschreiben: 25. März (auswärts), 26. März (dahoam! Be there!!!), 1. April (auswärts), evt. 2. April (dahoam!), evt. 8. April (auswärts).

Im Kopf sind die Jungs bereit, was sie in diesen beiden Spielen bewiesen haben. In diesem Sinne: Immer nume Spreiti!

Am Sonntag 29. Januar ging die Reise der 1. Mannschaft ins Bündnerland nach Chur zur 8. Meisterschaftsrunde. Weil um 14:30 das erste Spiel anstand, musste das Team um 12:00 Uhr los – die Spreitenbacher sassen also just während der entscheidenden Phase des grossen Australian-Open-Finals zwischen King Roger und Rafael Nadal im Auto Richtung Chur. Dank Smartphone und Livestream war man aber immer auf dem Laufenden – und als Federer tatsächlich den 5-Satz-Krimi für sich entschied, brach in den diversen Autos Jubel und ganz spontan ein Hupkonzert auf der A3 aus. Unglaublich! Mit Grand Slam #18 hat sich Roger Federer endgültig unsterblich gemacht. Fucking Legend!

«All-In» vs Lengnau

Zum Unihockey. Die Ausgangslage war ziemlich klar: Spreiti lag vor der Runde 3 Punkte hinter Unterkulm (gegen das man im letzten Spiel 6:6 gespielt hatte) auf dem zweitletzten Platz. Die zwei Letztplatzierten werden im März/April die Auf-/Abstiegsplayouts gegen die 2.Liga-Gruppensieger spielen müssen. So weit so gut. Ebenfalls bereits klar war: Unterkulm hatte heute 3 Punkte geholt. Spreiti brauchte also seinerseits dringend Punkte. Die Gegner heute hiessen aber Lengnau und Blau-Gelb Cazis, zwei ganz harte Brocken.

Doch Spreiti begann gegen Lengnau auf extrem rutschiger Unterlage in der Churer Turnhalle ziemlich stark, liess Ball und Gegner laufen und konnte zweimal in Führung gehen. Jedoch liess man den spiel- und laufstarken Lengnauern in der Folge immer wieder zu viel Platz und Zeit, was diese natürlich auszunutzen wussten. Aus 1:2 wurde 5:2. Dank einem schönen Freistosstor durch Hürlimann führte der Schweizermeister von 2012 zur Pause aber nur mit 5:3. Spreiti war ebenbürtig und spürte, dass da heute durchaus was drin lag. Also ging man «All-In», um es in der Pokersprache zu beschreiben. Nachdem Lengnau das 6:3 erzielte, ersetzte man bereits etwa 12 Minuten vor Schluss den Torhüter durch einen vierten Feldspieler. Zu verlieren hatte man nichts mehr – entweder gelang die Wende oder man verlor hoch, das spielte keine Rolle. «All-In» eben. Doch wer schon mal gepokert hat, weiss: Ein «All-In» kann halt auch mal in die Hosen gehen. So auch hier. Spreiti kam zwar zu mehreren guten Chancen, vermochte diese aber nicht zu nutzen und wurde deshalb immer nervöser. Lengnau kam aggressiv ins Forechecking und konnte schliesslich nach Ballverlusten von Spreiti etliche «Empty Netter» erzielen. Am Ende stand ein 3:11 auf der Tafel, welches die Kräfteverhältnisse mitnichten widerspiegelte. Aber eben: Spreiti war «All-In» gegangen und leider war das 4-gegen-3 heute (einmal mehr!) überhaupt nicht stilsicher und Lengnau mit seiner aggressiven Spielweise eine Nummer zu gross für Spreitenbach.

Zwei Gesichter vs Cazis

Für das zweite Spiel gegen Cazis hatten sich die Spreitenbacher in der Kabine so viel vorgenommen – Paroli bieten wollte man dem ungeschlagenen Tabellenführer. Von wegen! Von aussen konnte man wohl das Gefühl bekommen, Spreiti wolle sich hier Anschauungsunterricht für die Playouts holen. Cazis liess sich nicht zweimal bitten und nutzte die ihnen gebotenen Freiheiten gnadenlos aus. Ein ums andere Mal musste der bedauernswerte und immer wieder völlig im Stich gelassene Reto Zeindler im Tor hinter sich greifen und den 26-löchrigen Ball aus dem Netz holen. Spreiti spielte gar nicht mit und die Spieler liessen nach jedem Gegentreffer den Kopf noch etwas mehr hängen. 1:7 stand es zur Pause, dank einem immerhin erfolgreich abgeschlossenen Breakaway 5 Sekunden vor dem Pausenpfiff. Dieses Tor von Geissmann aber löste – zusammen mit einer Moralpredigt von Coach Grubenmann und Captain Nüesch in der Pause – etwas aus in der Mannschaft. In Halbzeit 2 stand da ein ganz anderes Spreitenbach auf dem Platz. Klar: Man wusste, dass man nun Playout spielen würde. Dennoch – oder gerade deshalb – war man plötzlich gewillt, zu kämpfen. Und Cazis nahm den Kampf an. So entwickelte sich ein ganz anderes Spiel als noch in Halbzeit 1, wo die Bündner quasi gratis ihre ohnehin schon bemerkenswerten Abschlussqualitäten trainieren durften. Spreiti erhob sich und warf den Kampfgeist eines angeschossenen Bären in die Waagschale. Zwar sündigten sie im Abschluss und Cazis auf der anderen Seite zeigte sich als kaltschnäuziger, wodurch die Mitfavoriten auf den Schweizermeistertitel am Ende 12:2 siegten. Doch Spreiti hatte immerhin gekämpft und die Cazner in viele Zweikämpfe und zu vielen Sprints gezwungen. Dieser Kampfgeist, der da plötzlich erwachte, ist kein gutes Zeichen für potentielle Playout-Gegner – Spreiti lebt!

Jedoch hatten die Aargauer in diesem Spiel gegen Cazis zwei Gesichter gezeigt: Zuerst ein ganz, ganz besorgniserregendes: Hängende Köpfe und null Kampfgeist. Dann aber ein positiv stimmendes: Eines mit Kampfeslust. Sollten sie zu dieser Kampfeslust ihre Skorerqualitäten und eine gewisse Coolness wieder- und zu ihrem gefürchteten Tempounihockey zurückfinden, dann sind sie im Playout ganz klar zu favorisieren. Aber eben: Wo ist dieses Tempounihockey? Wo ist die Coolness? Wo sind die Tore? Nun sind die Leadertypen im Team gefragt. Nun sind Leute gefragt, die vorangehen. Denn Spreiti will oben bleiben – um jeden Preis. Aber einfach wird das gegen einen Gegner, der etliche Siege gefeiert haben wird, nicht!

Moral tanken am 19. Februar?

Moral tanken könnte die Mannschaft an der letzten Meisterschaftsrunde am 19. Februar, wo Spreiti auf Niederwil und Regensdorf trifft. Also auf jene zwei Teams, die man im November geschlagen hatte – diese 4-Punkte-Runde ist rückblickend so etwas wie der Knackpunkt der Saison gewesen. Spreiti hatte sich dort über den Trennstrich gehievt und war emotional im Hoch. Doch anschliessend gab es in 8 Spielen nur noch ein mickriges Pünktchen gegen Unterkulm. Viel zu wenig. Natürlich: Die erste Saison in der 1. Liga KF ist schwer, die Mannschaft muss sich an den Rhythmus gewöhnen und einen Lernprozess durchlaufen. Niederlagen gegen Topteams wie Cazis sind kein Problem. Aber es ist zu hoffen, dass in den bald anstehenden Playouts das kampfeslustige Gesicht und nicht das lustlose zu sehen sein wird. Wie gesagt: Die Leadertypen im Team sind gefragt. Einer dieser Leadertypen stand nach dem Spiel vor die Kamera, das Interview gibt es hier: http://bit.ly/2jwiIgB.

Die Playouts werden übrigens am 25./26. März, 1. und evt. 2./8. April gespielt, in einer Best-of-Five-Serie. Bei den Heimspielen braucht das Team unbedingt Support vor Ort! Kommt und unterstützt die Mannschaft, damit Spreitenbach auch in der kommenden Saison in der höchsten Liga der Schweiz vertreten sein wird! Vamos Spreiti!


Ein Spielbericht aus der Sicht des unabhängigen Beobachters «Moralapostel». Achtung: Kann sarkastische Stellen beinhalten. Bitte Kritik nicht hier platzieren, sondern im gängigen Szenenforum.

Herre 1 Runde Endingen

Am 15. Januar traf sich die Gruppe 2 der 1. Liga KF im schönen Endingen, eine Grossstadt mit Riesen-Shoppingmeile und etlichen Touristen, an denen die anfahrenden Teambusse erst einmal vorbei mussten. Dies war die Heimrunde der White Horse Lengnau.

Spreitenbach traf dabei zuerst auf Schweizermeister Cevi Gossau, der am Vortag bereits einen Cupfight und am frühen Morgen den Kracher gegen Lengnau gespielt hatte – und trotzdem noch in aller Frische zur Tat schritt (gerüchterweise soll die ganze Mannschaft noch Liegestützen gemacht haben vor dem Anpfiff). Spreiti spielte in der ersten Halbzeit nicht wirklich mit – oder nennen wir das Kind beim Namen und loben sie nicht zu sehr in den Himmel: Das war grottenschlecht. Cevi Gossau spielte schwach, Spreiti noch schwächer – Resultat: 1:0 für Cevi dank eines Powerplaytreffers. In Halbzeit 2 konnte es eigentlich nur besser werden – doch nun kommt der Moment, um die ganze Mannschaft, vom Torhüter, über den Wasserträger bis zu den Leistungsträgern im Sturm, öffentlich zu diffamieren: Das war gar nix! Von hinten bis vorne spielten die Aargauer einen Käsemist zusammen und hatten Glück, nur 0:3 hinten zu liegen, als Geissmann einen Fehlpass eines Schweizermeisters abfing und tatsächlich so dreist war, diesen zu versenken – obwohl der Schuss etwa so scharf war wie der einer E-Juniorin. Davor hatten ebendieser Geissmann und Compadre Hürliman schon – einmal mehr! – das ganze Pech der Welt gepachtet und jeweils die Torumrandung getroffen. Das Pech darf ja schliesslich auch mal auf der Seite der Spreitenbacher sein! Cevi Gossau wurde nun überhaupt nicht nervös und zog sich hinters eigene Tor zurück… Die Spreitenbacher hatten aber tatsächlich die unverschämte Frechheit, den Ball zu holen und konnten im 4-gegen-3 tatsächlich auf 2:3 verkürzen. In Endingen wollten sie bereits mit dem Drucken der Schlagzeile «Irgendwie hat sich Spreiti noch einen Punkt ergaunert» beginnen, als Cevi doch das 4:2 ins leere Tor gelang. Ausser Spesen nix gewesen. Die Schlagzeile lautet doch «Spreiti unterliegt dem Schweizermeister» – man hatte ja auch nichts anderes erwartet.

Deshalb gleich weiter zum zweiten Spiel, in welchem Spreiti auf das direkt vor ihnen klassierte Unterkulm traf, das sie im Hinspiel angeblich dominiert haben sollen (Quatsch mit Sosse! Wer schreibt diese Spielberichte? Ein Kiffer?) und dennoch verloren hatten. Da hatte man also noch eine Rechnung offen. Doch was auch immer im Kaffee gewesen war – es war Teufelszeug. Spreiti zeigte (wie eigentlich fast immer) eine der 1. Liga nicht würdige Leistung und führte trotzdem kurz vor Schluss 6:4. Sie sollten doch nicht etwa hier gewinnen, bis auf einen Punkt zu Unterkulm aufschliessen und einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen? Nein, denn wer so schlecht ist, der muss in die Playouts. Unterkulm durfte sich minutenlang im Powerplay üben (das war vor dem Spiel so abgemacht worden mit dem Schiri, Spreiti wollte Boxplay trainieren für die Playouts) und reüssierte 2-mal. Hätte Spreiti nicht noch so viel schier unglaubliches Glück gehabt, wären es noch mehr gewesen (Als Kompensation verschossen sie dafür freiwillig einen Penalty). So aber entführte die Shoppi-Tivoli-Truppe tatsächlich irgendwie einen Punkt aus Endingen und liegt nach wie vor 3 Punkte hinter den Kulmern auf Platz 9. 4 Spiele sind noch zu absolvieren und wenn Spreiti weiter so schlecht spielt, dass es kaum zum Aushalten ist, und irgendwann auch das unglaubliche Glück nachlässt, dann werden sie Playouts spielen.

(So, und wer’s bis hierhin durchgehalten hat: Dreht den ganzen Spielbericht plus/minus um 180° und ihr wisst mehr oder weniger, wie dieser spannende Spielsonntag wirklich abgelaufen ist. Ein Kompliment an Unterkulm für einen erstklassigen Fight auf wirklich hohem Niveau! Ein Kompliment auch an Cevi Gossau für eine abgeklärte Leistung, trotz 3. Einsatz innert 20 Stunden. Und ein «Kopf hoch» an alle Spreitenbacher – weiter kämpfen, Jungs! Das waren zwei Leistungen, die 100% 1.Liga-würdig waren!)

Dani Weber 640x480

Jakub Zajac, gemäss usafloorball.org Manager von Innebandy Chicago, muss ein fröhlicher Mann sein dieser Tage: Ihm ist gleich zum Jahresbeginn ein wahrer Transfercoup gelungen! Er konnte sein Team mit einem der zuverlässigsten Schweizer Verteidiger auf dem Kleinfeld verstärken. Und die Schweiz gilt ja als Unihockeyland – ganz im Gegensatz zu den USA: ungefähr 999 von 1‘000 Amerikanern wissen nicht, was «Floorball» ist. Aus beruflichen Gründen jedoch verschlägt es Danny Weber nun eben ins bald von Donald Trump regierte Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Rein sportlich gesehen ein Abstieg – apropos Abstieg, diesen sollen seine nun Ex-Teamkollegen mit allen Mitteln verhindern: «Haltet die Klasse, Jungs!» sollen die letzten Worte Webers ans Team gewesen sein. Es ist schon schade, dass der überhaupt nicht fürs Skoren, dafür umso mehr für seine defensive Verlässlichkeit bekannte Weber das Team genau jetzt verlässt. 6 Spiele bleiben in der «Regular Season» und Spreiti liegt aktuell auf einem Playout-Platz. Vom ursprünglichen 10-Mann-Kader sind aktuell 3-4 Spieler angeschlagen und mindestens einer ist fraglich für die nächste Runde – und Weber wechselt nun zu Innebandy Chicago. Düstere Aussichten für Headcoach Marco Grubenmann, der den Abgang seines Verteidigungsministers natürlich bedauert. Doch egal, wie viele Jungs am 15. Januar (dann findet die nächste Meisterschaftsrunde statt) gegen Unterkulm und Cevi Gossau die Knochen hinhalten – sie werden es mit vollem Einsatz tun! Auch für Danny Weber. Schliesslich sollen sie ja in seinem Auftrag «die Klasse halten». Vamos Spreiti!
Danny Weber wünschen wir für die Zukunft alles Gute, sowohl im beruflichen und privaten als auch im sportlichen mit Innebandy Chicago. Möge es eines Tages zu einem Freundschaftsspiel kommen (Stichwort Trainingslager in Chicago?). Good luck, Webster! Deine Nummer 8 wird nicht mehr vergeben werden!

Aber nicht etwa wegen der Mannschaft gab’s am 18.12. im Seefeld mehrmalig ein Pfeifkonzert – nein, wegen dem Mann mit der Pfeife, der irgendwann in seinem Leben mal in Spreitenbach eine verdammt schwierige oder negative Erfahrung gemacht haben muss, von der wir zwar alle nichts wissen, uns aber im Namen aller Spreitenbacher an dieser Stelle entschuldigen möchten und ein offenes Ohr anbieten – wir sind für dich da!

Die Strafbank war, vor allem im zweiten Spiel, (zu) regelmässiger Aufenthaltsort der Spreitenbacher Akteure an derer Heimrunde – oftmals aber völlig zu Unrecht, wie dies nach dem Spiel selbst die Gegner (!) unterstrichen und sich verwundert fragten, ob der Pfeifenmann (wir weigern uns, das Wort «Schiedsrichter» zu benutzen) ihnen ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen wollte. Merry Christmas!

Aber der Reihe nach: Spreiti’s 1. Mannschaft spielte am 18. Dezember zuhause gegen Zuzwil-Wuppenau und Wild-Goose Wil-Gansingen. Und das vor ziemlich viel Publikum – danke Leute für die Unterstützung! Auch einige langjährige Sponsoren waren anwesend, vor denen man eigentlich gerne geglänzt hätte. Aber es kam anders.

Zuzwil-Wuppenau v STV Spreitenbach

Spreiti, in den wunderschönen neuen Trikots, gesponsert von «Germann & Gfeller», spielte gegen Zuzwil ansprechend, aber nie auf dem Level, das man bei Spreitenbach von sich selber fordert und wozu ganz klar auch das Talent vorhanden wäre. Aber die Coolness – die elende Coolness, – die fehlt einfach noch… Zuzwil spielte nur zu sechst und hätte eigentlich müde gerannt werden müssen. Doch irgendwie waren die Spreitenbacher (ob der Kulisse?) wie gelähmt… Es entwickelte sich ein eher laues Spiel, das hin und her wog und am einen oder anderen Spreitenbacher gänzlich vorbeizog. Plötzlich – und ohne das Zuzwil unglaublich stark gespielt hätte – lag man 2:5 im Rückstand. Endlich erwachte Spreiti und stellte innert relativ kurzer Zeit auf 5:5. Die Halle kochte, Spreiti war wieder da. Ein einziger kleiner Fehler aber wurde vom Gegner (seines Zeichen Tabellenletzter) zum 5:6 ausgenutzt. Es war der erste Schuss auf’s Tor von Marcel Heymann seit einer gefühlten Ewigkeit. Ohne Torhüter versuchten die Aargauer verzweifelt, das Horror-Szenario «Niederlage gegen den Tabellenletzten» noch abzuwenden, kassierten aber prompt das 5:7 ins leere Gehäuse. Eine bittere, weil schlicht unnötige Niederlage (Nicht die erste in dieser Saison!).

Wild-Goose Wil-Gansingen v STV Spreitenbach

Für das zweite Spiel gegen den letztjährigen Playoffteilnehmer Gansingen hatte man sich viel vorgenommen. Schliesslich wollte man dem Publikum etwas bieten. Und dieses kriegte auch was geboten: Die neon-pinken Spreitenbacher starteten fulminant und eine herrliche Kombination über Weber (in seinem letzten Spiel, er wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme zu Innebandy Chicago in die USA), Geissmann und schliesslich Heer führte zum vielumjubelten 1:0. Es sollte nicht Heer’s letzter Treffer gewesen sein. Getragen von seiner «Groupie-Bunch» aus dem Solothurn («Hopp Cediii») schoss er gleich im nächsten Einsatz das 2:0. Gansingen wirkte müde, Spreiti war hochüberlegen. Aber gegen Ende des ersten Umgangs schlichen sich plötzlich Fehler ein und das Tempo brach zusammen. Und schon stand’s zur Pause 2:2. So schnell geht es eben gegen die erfahrenen 1.Liga-Teams. Egal, Mund abwischen und weiter geht’s – Spreiti erhöhte wieder die Kadenz. Gansingen erzielte zwar das 3:2, aber Cedu Heer – wer sonst? – traf nach herrlichem Zuspiel seines Linienpartners und zur Ekstase seiner Solothurner Crew ein drittes Mal, alles wieder offen. Und dann – ja dann kam der Auftritt des Pfeifenmanns und sein Weihnachtsgeschenk an Wild Goose. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass wir keinerlei Vorwürfe gegen Gansingen erheben, ihnen trotzdem frohe Weihnachten wünschen und ihnen auch ein wirklich gutes Spiel attestieren. Das war Kleinfeldunihockey vom feinsten und ein wirklich guter, stets fairer Fight! Dieser Fight aber hätte vielleicht anders geendet, hätte nicht der «Weihnachtsmann in Gelb» die Spreitenbacher Seefeldturnhalle mit dem Gansinger Weihnachtsausverkauf verwechselt. Irgendwie erfand er zwei kleine Bankstrafen und schenkte Wild Goose so die Vorentscheidung. Das Seefeld kochte, ein gellendes Pfeifkonzert gegen den Schiri – so etwas hat es zuvor noch nie gegeben!

Ohne Torhüter wurde wiederum noch alles versucht – und es ist dem Team wirklich löblich anzurechnen, dass es niemals aufgab und bis zur letzten Sekunde alles in die Waagschale warf. Doch es half nichts. Wild Goose traf noch ins verwaiste Tor und siegte letztlich 6:3. Mehrere Spieler der Gänse sahen sich beim Handshake schon fast genötigt, sich für den Sieg zu «entschuldigen» – bizarre Szenen im Seefeld… Fakt ist: Spreiti ist, gemeinsam mit Zuzwil, am Tabellenende und in den Playout-Sog geraten. Es sind drei Punkte Rückstand auf Platz 8 und nur noch 6 Spiele zu spielen, die Aargauer brauchen dringend Punkte! Das Talent für Platz 8 ist ohne Zweifel vorhanden. Nun gilt es, im neuen Jahr hart zu trainieren und wieder anzugreifen! Mir gänd niemals uuf! Vamos Spreiti!